3 Möglichkeiten Achtsamkeit reduziert Depressionen

Eine neue Studie untersucht Achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie als wirksame Behandlung von Depressionen.

Sechzig Prozent der Menschen, die eine einzelne depressive Episode erleben, werden wahrscheinlich eine Sekunde erleben. Neunzig Prozent der Menschen, die drei Episoden der Depression durchlaufen, haben wahrscheinlich einen vierten. Aber Hilfe ist verfügbar: Das achtwöchige Achtsamkeitsbasierte kognitive Therapieprogramm (MBCT) hat gezeigt, dass es das Risiko eines Rückfalls reduziert.

Wie funktioniert es? Um dies herauszufinden, befragten Forscher im Vereinigten Königreich 11 Erwachsene, die drei oder mehr Episoden einer schweren Depression hatten und in den letzten drei Jahren eine MBT unterzogen hatten.

Sie analysierten die Interviews, um ein Modell zu erstellen, veröffentlicht in der Zeitschrift Achtsamkeit , um zu zeigen, wie MBCT die Menschen in die Lage versetzt, achtsam mit sich selbst und anderen umzugehen. Der Schlüssel liegt anscheinend in der Art und Weise, wie MBCT die Beziehungen verbessert: Weniger Stress in Beziehungen wiederum hilft, zukünftige Depressionen zu verhindern. Aus der Studie ergeben sich drei spezifische Themen:

1. Dem Selbst gegenüber präsent sein: Erlernen zu pausieren, zu identifizieren und zu reagieren

Achtsamkeitspraktiken des MBCT erlaubten es den Menschen, den gegenwärtigen Moment bewusster wahrzunehmen, was ihnen Raum zum Pausieren gab, bevor sie automatisch auf andere reagierten. Statt sich über Ablehnung oder Kritik zu bekümmern, traten sie zurück, um ihre eigenen automatischen Reaktionen zu verstehen - und um sich besser auf die Bedürfnisse und Emotionen anderer einzustellen. Das Bewusstsein gab ihnen mehr Wahlmöglichkeiten, wie sie reagieren sollten, anstatt sich in eskalierende negative Emotionen zu verstricken.

2. Ängste vor Augen: Es ist in Ordnung, "Nein" zu sagen

Die Teilnehmer berichteten auch, dass sie selbstbewusster gegenüber anderen "Nein" sagten, um ihre Verantwortlichkeit zu verringern und es ihnen zu ermöglichen, ihre eigenen wie auch ihre Anerkennung zu verbessern Bedürfnisse anderer. Die Autoren spekulieren, dass Menschen, die bewusstes Bewusstsein in unangenehme Erfahrungen bringen, sich Situationen nähern, die sie vorher vermeiden würden, was Selbstvertrauen und Durchsetzungsvermögen förderte.

3. Mit anderen zusammen sein

Anderen gegenüber präsent zu sein, ermöglichte den Menschen, mehr Aufmerksamkeit auf Beziehungen zu lenken und ihre Zeit mit anderen zu schätzen. Sie sprachen darüber, wie es für andere von Vorteil war, wenn sie sich von belastenden Geschichten verabschiedeten und ihnen erlaubten, sich auf neue Weise mit anderen zu identifizieren. Meinungsverschiedenheiten wurden auch konstruktiver, da die Teilnehmer ihre Kommunikationsprobleme identifizieren konnten und besser in der Lage waren, die Perspektive anderer zu übernehmen und sich auf mögliche Lösungen zu konzentrieren.

Studienteilnehmer beschrieben auch mehr Energie, fühlten sich von negativen Emotionen weniger überwältigt und besser in der Lage sein, mit anderen umzugehen und sie zu unterstützen. Die Schwierigkeiten mit wichtigen anderen Menschen durch achtsame Kommunikation zu überwinden, half ihnen, sich näher zu fühlen. Die Energie und die emotionale Ausdauer, mehr Zeit mit den Familienmitgliedern zu verbringen, halfen ihnen beim Zusammenwachsen.

Viele Teilnehmer sagten, dass MBCT im Laufe der Zeit von Nutzen war ihr ganzes Leben. "Indem sie sich achtsam auf ihre eigenen Erfahrungen und auf andere bezogen, fühlten sie sich selbstbewusster und engagierten sich mit einer größeren Bandbreite an sozialer Aktivität und Beteiligung", schreiben die Autoren.

Die Forscher schreiben, dass Interventionen in Zukunft eine expliziterer Fokus auf die Annäherung an Achtsamkeit. Dieser Fokus könnte den Nutzen von MBCT verstärken und möglicherweise zu noch besseren Ergebnissen bei der Verringerung des Rückfallrisikos für Menschen mit chronischen Depressionen führen.

Emily Nauman ist eine wissenschaftliche Assistentin des GGSC. Sie schloss ihr Studium am Oberlin College mit einem Doppelsemester in Psychologie und Französisch ab und war zuvor als wissenschaftliche Mitarbeiterin in Oberlins Psycholinguistik-Labor und dem Boston University's Eating Disorders Program tätig.
Dieser Artikel erschien ursprünglich auf Größeres Gut , das Online-Magazin des Greater Good Science Centers der UC Berkeley im Rahmen ihrerMontags-Reihe, die fortlaufend über das explodierende Feld der Achtsamkeitsforschung berichtet. Zeigen Sie den Originalartikel an.